Wie priorisiert man mehrere Projekte?

Sven Flätchen
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27. Dezember 2025
//
Lesezeit: 5 min.
Strukturierte Bewertung nach klaren Kriterien: Eisenhower-Matrix und Scoring-Modelle für objektive Projektpriorisierung. Transparente Kommunikation schafft Teamakzeptanz.
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Moderner Schreibtisch mit farbigen Projektordnern in Prioritätsmatrix, Tablets mit Zeitplänen, Pfeile zeigen Workflow

Die Priorisierung mehrerer Projekte erfolgt durch strukturierte Bewertung nach klaren Kriterien wie strategischer Ausrichtung, Ressourcenverfügbarkeit und Risikobewertung. Bewährte Methoden wie die Eisenhower-Matrix oder Scoring-Modelle helfen dabei, objektive Entscheidungen zu treffen und konkurrierende Projekte sinnvoll zu ordnen. Eine transparente Kommunikation der Prioritäten sorgt für Akzeptanz im Team.

Warum ist die Priorisierung mehrerer Projekte so schwierig?

Die Projektpriorisierung ist komplex, weil Teams gleichzeitig mit begrenzten Ressourcen, konkurrierenden Deadlines und unterschiedlichen Stakeholder-Interessen jonglieren müssen. Objektive Bewertungskriterien zu finden, gestaltet sich schwierig, wenn jedes Projekt wichtig erscheint.

Begrenzte Ressourcen stellen das größte Hindernis dar. Du hast nur eine bestimmte Anzahl von Teammitgliedern, ein festes Budget und limitierte Zeit. Wenn mehrere Projekte um dieselben Experten konkurrieren, entstehen Engpässe, die sich auf alle Vorhaben auswirken.

Stakeholder bringen verschiedene Perspektiven mit. Die Geschäftsführung fokussiert sich auf strategische Ziele, während Kunden schnelle Lösungen für ihre Probleme wollen. Das Marketing-Team priorisiert möglicherweise anders als die Entwicklungsabteilung.

Psychologisch neigen Menschen dazu, alles als dringend und wichtig einzustufen. Diese Tendenz macht es schwer, echte Prioritäten zu setzen. Ohne klare Kriterien wird jede Entscheidung zur Diskussion, was wertvolle Zeit kostet und Frustration im Team erzeugt.

Welche Kriterien sollten bei der Projektpriorisierung berücksichtigt werden?

Erfolgreiche Projektpriorisierung basiert auf sechs wichtigen Bewertungskriterien: strategische Ausrichtung, ROI-Potenzial, Ressourcenverfügbarkeit, Risikobewertung, Zeitrahmen und Projektabhängigkeiten. Diese Faktoren sollten gewichtet und systematisch bewertet werden.

Die strategische Ausrichtung zeigt, wie gut ein Projekt zu den Unternehmenszielen passt. Projekte, die direkt auf wichtige Geschäftsziele einzahlen, erhalten höhere Priorität als solche, die nur periphere Verbesserungen bringen.

Das ROI-Potenzial hilft bei der wirtschaftlichen Bewertung. Berücksichtige sowohl direkte finanzielle Erträge als auch indirekte Vorteile wie Kundenzufriedenheit oder Prozessverbesserungen. Projekte mit schnellem Return on Investment haben oft Vorrang.

Die Ressourcenverfügbarkeit bestimmt, ob du ein Projekt überhaupt umsetzen kannst. Prüfe nicht nur die aktuellen Kapazitäten, sondern auch die Verfügbarkeit von Spezialisten und kritischen Ressourcen über den gesamten Projektzeitraum.

Bei der Risikobewertung schätzt du technische, zeitliche und finanzielle Risiken ein. Projekte mit hohem Nutzen und niedrigem Risiko sind ideale Kandidaten für eine hohe Priorität.

Wie funktioniert die Eisenhower-Matrix für Projektpriorisierung?

Die Eisenhower-Matrix teilt Projekte in vier Kategorien ein: wichtig und dringend (sofort machen), wichtig, aber nicht dringend (planen), dringend, aber nicht wichtig (delegieren), weder wichtig noch dringend (eliminieren). Diese Methode schafft schnell Klarheit über Prioritäten.

Projekte im Quadranten „wichtig und dringend“ haben oberste Priorität. Das sind meist Notfälle oder kritische Probleme, die sofortige Aufmerksamkeit brauchen. Ein Beispiel wäre ein Sicherheitsproblem in der Software, das Kundendaten gefährdet.

Der Quadrant „wichtig, aber nicht dringend“ enthält strategische Projekte, die langfristig den größten Wert schaffen. Hier findest du Innovationsprojekte oder grundlegende Systemverbesserungen. Diese Projekte solltest du sorgfältig planen und terminieren.

Dringende, aber nicht wichtige Projekte können oft delegiert werden. Das sind häufig administrative Aufgaben oder kleinere Anpassungen, die zwar schnell erledigt werden müssen, aber nicht deine wertvollsten Ressourcen binden sollten.

Die Matrix hat Grenzen bei komplexeren Projektportfolios. Sie berücksichtigt keine Abhängigkeiten zwischen Projekten oder Ressourcenbeschränkungen. Für umfangreiche Portfolios brauchst du zusätzliche Bewertungsmethoden.

Welche anderen Methoden gibt es zur Projektpriorisierung?

Alternative Priorisierungsmethoden umfassen die MoSCoW-Methode, Scoring-Modelle, das Kano-Modell und die Value-vs.-Effort-Matrix. Jede Methode hat spezifische Vorteile und eignet sich für unterschiedliche Situationen und Projekttypen.

Die MoSCoW-Methode kategorisiert Projekte in Must have (unverzichtbar), Should have (wichtig), Could have (wünschenswert) und Won’t have (nicht jetzt). Diese Methode funktioniert gut für die Produktentwicklung und wenn du klare Mindestanforderungen definieren musst.

Scoring-Modelle bewerten Projekte anhand mehrerer Kriterien mit Punktzahlen. Du definierst Faktoren wie Kosten, Nutzen, Risiko und strategische Bedeutung, gewichtest sie und vergibst Punkte. Das Projekt mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält Priorität.

Das Kano-Modell unterscheidet zwischen Basis-Features, Leistungsmerkmalen und Begeisterungsfaktoren. Es hilft besonders bei kundenorientierten Projekten, weil es zeigt, welche Features die Kundenzufriedenheit am stärksten beeinflussen.

Die Value-vs.-Effort-Matrix plottet Projekte nach ihrem Wert und Aufwand. Projekte mit hohem Wert und niedrigem Aufwand (Quick Wins) erhalten höchste Priorität, während aufwendige Projekte mit geringem Wert vermieden werden sollten.

Wie kommuniziert man Projektprioritäten erfolgreich im Team?

Erfolgreiche Kommunikation von Projektprioritäten erfordert transparente Prioritätslisten, regelmäßige Updates bei Änderungen und die aktive Einbindung der Teammitglieder in Entscheidungsprozesse. Offene Kommunikation reduziert Widerstand und schafft Verständnis für Priorisierungsentscheidungen.

Erstelle verständliche Prioritätslisten, die für alle Teammitglieder zugänglich sind. Erkläre nicht nur das „Was“, sondern auch das „Warum“ hinter jeder Entscheidung. Zeige auf, welche Kriterien zur Priorisierung geführt haben.

Regelmäßige Updates sind wichtig, weil sich Prioritäten ändern können. Informiere das Team sofort über Verschiebungen und erkläre die Gründe. Nutze Team-Meetings oder digitale Kommunikationstools, um alle auf dem gleichen Stand zu halten.

Binde Teammitglieder in den Priorisierungsprozess ein. Sie kennen oft technische Details oder Abhängigkeiten, die bei der Bewertung relevant sind. Diese Beteiligung erhöht die Akzeptanz der Entscheidungen.

Bei Widerstand gegen Prioritäten solltest du aktiv zuhören und Bedenken ernst nehmen. Manchmal haben Teammitglieder wichtige Informationen, die die Priorisierung beeinflussen sollten. Erkläre geduldig die Entscheidungslogik und suche gemeinsam nach Lösungen.

Wie hilft smenso bei der Projektpriorisierung?

Wir bieten dir mit smenso spezielle Features für die Projektpriorisierung: Dashboard-Ansichten für komplette Projektübersichten, benutzerdefinierte Felder für individuelle Bewertungskriterien, Workflow-Automatisierung für standardisierte Priorisierungsprozesse und umfassende Reporting-Funktionen für datenbasierte Entscheidungen.

Unsere Dashboard-Ansichten zeigen dir alle Projekte auf einen Blick mit ihren aktuellen Prioritäten, ihrem Status und wichtigen Kennzahlen. Du kannst verschiedene Ansichten erstellen – nach Priorität, Deadline oder Ressourcenverbrauch sortiert.

Mit benutzerdefinierten Feldern bildest du deine spezifischen Bewertungskriterien ab:

  • Strategische Wichtigkeit (1–10 Punkte)
  • ROI-Potenzial und Ressourcenbedarf
  • Risikobewertung und Abhängigkeiten
  • Kundenwichtigkeit und Deadline-Kritikalität

Unsere Workflow-Automatisierung standardisiert den Priorisierungsprozess. Neue Projekte durchlaufen automatisch definierte Bewertungsschritte, und Änderungen werden automatisch an relevante Stakeholder kommuniziert.

Die Reporting-Funktionen liefern dir Auswertungen über Projektverteilung, Ressourcenauslastung und Prioritätenentwicklung. So triffst du datenbasierte Entscheidungen und erkennst Muster in deiner Projektpriorisierung.

Als spezialisierte Projektmanagement-Software unterstützt smenso dich dabei, komplexe Priorisierungsentscheidungen strukturiert und nachvollziehbar zu treffen. Falls du Fragen zur optimalen Einrichtung deiner Priorisierungsprozesse hast, steht dir unser Team gerne zur Verfügung. Kontaktiere uns für eine individuelle Beratung und teste smenso 30 Tage kostenlos.

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