Wie geht man mit Low Performern im Projektteam um?

Sven Flätchen
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17. September 2026
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Lesezeit: 5 min.
Low Performer im Projektteam? Erkennen, verstehen und konstruktiv handeln – bevor das ganze Team leidet.
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Welkende Pflanze zwischen gesunden Sukkulenten auf dunkelblauem Schreibtisch mit rosafarbenem Umgebungslicht und modernem Workspace-Ambiente.

Low Performer im Projektteam sind ein Thema, über das viele Führungskräfte und Projektleiter lieber schweigen. Dabei ist es eine Situation, die fast jedes Team früher oder später kennt: Jemand liefert dauerhaft unter den Erwartungen, und das wirkt sich auf die gesamte Teamzusammenarbeit aus. Wer früh hinschaut, konstruktiv reagiert und klare Strukturen schafft, kann die Situation oft noch wenden.

Dieser Artikel zeigt dir, wie du Low Performer erkennst, die richtigen Gespräche führst und konkrete Maßnahmen im Projektalltag einsetzt, ohne das Teamklima unnötig zu belasten.

Anzeichen erkennen: Wann wird jemand zum Low Performer?

Nicht jede Schwächephase macht jemanden zum Low Performer. Der Unterschied liegt in der Dauer und im Muster. Wenn jemand über mehrere Wochen oder Projektphasen hinweg Aufgaben nicht termingerecht abliefert, Qualitätsstandards wiederholt unterschreitet oder sich zunehmend aus der Teamkommunikation zurückzieht, wird es relevant, genauer hinzuschauen.

Typische Anzeichen, auf die du achten solltest:

  • Deadlines werden regelmäßig gerissen oder Aufgaben gar nicht erst angefangen
  • Die Qualität der Arbeitsergebnisse weicht spürbar vom Teamstandard ab
  • Die Person beteiligt sich kaum an Meetings oder Abstimmungen
  • Andere Teammitglieder übernehmen stillschweigend Aufgaben, um Lücken zu füllen
  • Feedback wird nicht umgesetzt, obwohl es klar kommuniziert wurde

Wichtig: Einzelne schlechte Wochen sind kein Beleg für dauerhaftes Low Performing. Erst wenn sich ein Muster zeigt, ist Handeln angebracht.

Ursachen hinter schwacher Teamleistung verstehen

Bevor du reagierst, lohnt sich ein Blick auf das Warum. Schwache Leistung entsteht selten ohne Grund. Manchmal liegt es an der Person selbst, oft aber auch an äußeren Faktoren, die das Team oder die Projektstruktur betreffen.

Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

  • Überforderung: Die Aufgaben liegen über dem Kompetenzniveau der Person
  • Unterforderung: Monotone oder bedeutungslose Aufgaben demotivieren
  • Unklare Erwartungen: Ziele und Verantwortlichkeiten wurden nie klar definiert
  • Persönliche Belastungen: Private Probleme oder gesundheitliche Einschränkungen
  • Schlechte Teamdynamik: Konflikte oder mangelnde Wertschätzung im Team
  • Fehlende Werkzeuge oder Prozesse: Wer nicht weiß, wie er seine Arbeit strukturieren soll, verliert schnell den Überblick

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Wenn Aufgaben, Prioritäten und Status nicht transparent sind, arbeiten Menschen aneinander vorbei. Gute Projektmanagement-Strukturen helfen dabei, Verantwortlichkeiten klar zu machen und Engpässe früh sichtbar zu machen.

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Konstruktive Gespräche führen und Lösungen erarbeiten

Ein offenes Gespräch ist der wichtigste Schritt, wenn du schwache Leistung adressieren willst. Kein Rundumschlag, kein Vorwurf, sondern ein konkretes, ruhiges Vier-Augen-Gespräch. Das Ziel ist Verstehen, nicht Verurteilen.

Wie du das Gespräch aufbaust

Beginne mit konkreten Beobachtungen statt Bewertungen. Statt „Du lieferst immer zu spät“ lieber: „Mir ist aufgefallen, dass die letzten drei Aufgaben nach dem vereinbarten Termin abgegeben wurden. Was steckt dahinter?“ So schaffst du Raum für ehrliche Antworten.

Höre aktiv zu und frage nach. Oft kommen in solchen Gesprächen Dinge ans Licht, die vorher unsichtbar waren: fehlende Ressourcen, unklare Anforderungen oder persönliche Belastungen. Gemeinsam erarbeitete Lösungen werden eher umgesetzt als verordnete Maßnahmen.

Was nach dem Gespräch passiert

Halte die besprochenen Maßnahmen schriftlich fest und vereinbare klare Zwischenziele. Das gibt beiden Seiten Orientierung und macht Fortschritte sichtbar. Regelmäßige kurze Check-ins in den folgenden Wochen helfen dabei, den Kurs zu halten und zeigen der Person, dass du sie nicht abgeschrieben hast.

Maßnahmen im Projektalltag gezielt einsetzen

Neben dem persönlichen Gespräch gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die du direkt im Projektalltag einsetzen kannst, um die Situation zu verbessern.

Bewährte Ansätze in der Praxis:

  • Aufgaben klarer definieren: Wer genau weiß, was bis wann erwartet wird, hat weniger Spielraum für Missverständnisse
  • Kleinere Arbeitspakete schnüren: Große Aufgaben überfordern schneller. Kleinere Schritte machen Fortschritte sichtbar und halten die Motivation hoch
  • Verantwortlichkeiten transparent machen: Wenn jeder im Team sieht, wer woran arbeitet, entsteht natürliche Verbindlichkeit
  • Regelmäßige Status-Updates einführen: Kurze, strukturierte Updates halten alle auf dem gleichen Stand und decken Verzögerungen früh auf
  • Stärken gezielt einsetzen: Manchmal hilft es, Aufgaben anders zu verteilen und die Person dort einzusetzen, wo sie wirklich gut ist

Transparenz in der Teamzusammenarbeit ist dabei kein Kontrollinstrument, sondern ein Werkzeug, das allen hilft. Wenn Aufgaben, Kommentare und Fortschritte an einem zentralen Ort sichtbar sind, reduziert das Missverständnisse und gibt jedem die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten.

Grenzen setzen: Wann weitere Schritte nötig sind

Manchmal reichen Gespräche und Maßnahmen nicht aus. Wenn eine Person trotz klarer Vereinbarungen, Unterstützung und ausreichend Zeit keine erkennbare Verbesserung zeigt, ist es fair, das klar anzusprechen und weitere Schritte einzuleiten.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jemand das Team verlassen muss. Mögliche nächste Schritte sind:

  • Ein formelles Feedback-Gespräch mit dokumentierten Zielen und Konsequenzen
  • Einbindung von HR oder der Führungsebene, wenn das Thema die Projektebene übersteigt
  • Eine Rollenanpassung, wenn die aktuelle Position dauerhaft nicht zur Person passt
  • Im letzten Schritt: Trennung, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind

Wichtig ist dabei, dass du konsequent und fair vorgehst. Dokumentiere Gespräche, Vereinbarungen und Entwicklungen sorgfältig. Das schützt alle Beteiligten und schafft Klarheit über den bisherigen Verlauf.

Denk auch an das restliche Team. Low Performance, die dauerhaft ignoriert wird, demotiviert die anderen. Wer sieht, dass fehlende Leistung keine Konsequenzen hat, verliert das Vertrauen in die Führung. Klare Grenzen zu setzen ist deshalb nicht nur für die betroffene Person wichtig, sondern für die gesamte Kollaboration im Team.

Wie smenso bei der Zusammenarbeit im Team hilft

Viele der Herausforderungen rund um Low Performance entstehen dort, wo Aufgaben unklar sind, Verantwortlichkeiten verschwimmen und niemand den Überblick behält. Genau hier setzen wir mit smenso an.

Mit unserer Plattform kannst du:

  • Aufgaben mit klaren Verantwortlichkeiten, Deadlines und Prioritäten anlegen
  • Den Fortschritt aller Teammitglieder transparent in individuellen Ansichten oder Dashboards verfolgen
  • Kommentare und Status-Updates direkt an Aufgaben hinterlegen, damit Informationen nicht in E-Mail-Postfächern verschwinden
  • Genehmigungsworkflows einrichten, die sicherstellen, dass Ergebnisse geprüft werden, bevor sie weitergehen
  • Regelmäßige Status-Updates im Team teilen und so alle auf dem gleichen Stand halten

Das schafft die Grundlage für eine Teamzusammenarbeit, in der Probleme früh sichtbar werden und alle die Informationen haben, die sie brauchen. Wenn du sehen möchtest, wie das in der Praxis aussieht, nimm gerne Kontakt auf oder teste smenso direkt.

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